Invented in Brandenburg
Seit die Patentverwertungsagentur Brainshell im Februar 2002 als Geschäftsfeld der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH (ZAB) gegründet wurde, wird sie als Schrittmacher für Patente bezeichnet.
Neun Hochschulen des Landes Brandenburg lassen ihre Patente seither exklusiv von Brainshell vermarkten. Mit gutem Grund, denn die Agentur richtet sich dabei gezielt nach dem Bedarf der Wirtschaft. Dem alten Prinzip "Topf sucht Deckel" kann das Team nichts abgewinnen. "Wir versuchen vielmehr die Ideen zu suchen, die sich mit dem Bedarf der Wirtschaft decken", erklärt Projektkoodinator Benjamim Muirhead das Erfolgsrezept. Die Innovationsmanager von Brainshell schauen also nicht, was es alles an Ideen gibt und gehen damit auf die Wirtschaft zu, sondern schauen umgekehrt aus dem Blickwinkel der Wirtschaft auf die Entwicklungen aus den Hochschulen. Schon im ersten Jahr wurden mit Unterstützung von Brainshell 25 neue Hochschulpatente angemeldet - eine Erfolgsbilanz, die alle Beteiligten anspornt.
Künftig will sich Brainshell als unabhängige Patentagentur am Markt behaupten und stärker als bisher auch als Partner für Unternehmen, Finanzdienstleister und Insolvenzverwalter tätig werden.
Dass die Agentur Brainshell das Vertrauen ihrer Kunden verdient, zeigt sich an Projekten, die erfolgreich abgeschlossen wurden:
Patentverwertungen:
Chiemgauer Biogasanlagen haben ein innovatives Verfahren zur Gewinnung von Biogas durch Trockenvergärung von Brainshell einlizenziert. Entwickelt wurde das neuartige Verfahren von Prof. Dr. Manfred Hoffmann ehemals Fachhochschule Weihenstephan, Abteilung Triesdorf und Mitarbeitern des Leibniz-Instituts für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. (ATB).
Das Verfahren erlaubt es, aus stapelbarer und schüttfähiger Biomasse durch einfache Prozessführung sehr gute Biogas-Ausbeuten zu erzielen. Chiemgauer Biogasanlagen hat unter Ausnutzung des neuen Verfahrens einen Trockenfermenter entwickelt, der seine Eignung für die Landwirtschaft bewiesen hat.
Das Brandenburger Unternehmen Arc Precision GmbH lizenziert eine Innovation der Technischen Hochschule Wildau - den so genannte Koaxialen Faltenbalgzylinder - zur Weiterentwicklung und anschließenden Vermarktung.Die neue technische Lösung ermöglicht die Übertragung von linearen Bewegungen ins Hochvakuum. Er zeichnet sich durch eine kompakte und Platz sparende Bauweise, große übertragbare Kräfte sowie letztendlich auch durch Kosteneinsparung aus.
Die Idee wurde von der Technischen Hochschule Wildau zum Patent angemeldet, konstruiert, erprobt und fand schließlich Verwendung in einer Plasmaquelle der Arc Precision GmbH. Anwendung findet dieses Verfahren im Bereich der Vakuumtechnik u.a. in industriellen Vakuumbeschichtungs-anlagen zur Herstellung von superharten Kohlenstoffschichten z.B. bei der Beschichtung von CD-Rohlingen oder Festplatten. Weitere Einsatzfelder sind u.a. analytische Industrie, Halbleiterindustrie, Beschichtungstechnik, Verfahrenstechnik und Chemie.
Ein Patent der Universität Potsdam, des Fachbereiches Chemie wurde an die IP Bewertungs AG (IPB) verkauft. Der Verkauf beinhaltet auch spätere Erlöse aus der Verwertung. Zusätzlich zum Verkauf des Patentes wurde ein Forschungs- und Entwicklungsvertrag über zwei Jahre für die Arbeitsgruppe abgeschlossen. Ziel des FuE-Vertrages ist es, das erfindungsgemäße Verfahren dahingehend weiterzuentwickeln, dass die Verwertungschancen verbessert werden.
Die bayrische Bioferm GmbH hat exklusiv ein innovatives Verfahren zur Gewinnung von Biogas durch Trockenvergärung einlizenziert. Entwickelt wurde das neuartige Verfahren von Mitarbeitern des Leibniz-Instituts für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. (ATB) und Professor Manfred Hoffmann ehemals FH Weihenstephan, Abteilung Triesdorf. Das Verfahren erlaubt es aus stapelbarer und schüttfähiger Biomasse durch einfache Prozessführung sehr gute Biogas-Ausbeuten zu erzielen.
Frank Kose lizenzierte von der Universität Potsdam eine Software im Frühjahr 2005, die er seit März 2006 auf www.likelynet.de vermarktet. 'Likelynet' ist eine Softwareanwendung, die für die statistische Untersuchung von linearen Beziehungen in verrauschten Datensätzen verwendet werden kann. Sie berücksichtigt dabei innovativ die Unschärfecharakteristik des eingesetzten Messgerätes, bzw. der eingesetzten Messmethode, welche für die Erhebung der Datensätze verwendet wurde.
Ein Halbleiterhersteller nutzt ein an der Universität Potsdam entwickeltes Verfahren zum Design sicherer Chipkarten. Brainshell war mit der Vermarktung der Erfindung beauftragt. Der Lizenzvertrag zwischen der Potsdamer Hochschule und Infineon wurde am 19.01.2004 unterzeichnet.
Die IFT Industrie- und Fördertechnik GmbH aus Brandenburg lizenziert eine neuartige automatische Leiteinrichtung für Gurtförderanlagen, mit denen sich auch Transportgurte mit einer Breite von mehr als 1,20 m selbst regulierend in der Spurmitte halten. Dies senkt die Betriebskosten von Gurtförderanlagen, die bislang durch Bandstillstände entstanden, wenn der Gurt von der Transportrolle rutschte.
Einer der führenden, internationalen Anbieter von Aerosolmesstechnik wird sich eine Erfindung der BTU Cottbus zu Nutze machen. Ein neuartiger Aerosolneutralisator vereinfacht wesentlich den Nachweis und die Messung von Aerosolen in der Luft und macht darüber hinaus die hierfür bisher notwendige Verwendung radioaktiver Substanzen überflüssig. Brainshell suchte und fand das in Nordamerika ansässige Technologieunternehmen und führte die Lizenzverhandlungen. Darüber hinaus schlossen der Lizenznehmer und der Wissenschaftler einen Forschungsvertrag für weitergehende Entwicklungen ab.
Ein Brandenburger Unternehmen aus dem Bereich Informationstechnologie lizenziert eine Innovation der BTU Cottbus aus dem Bereich Architektur-informatik zur Weiterentwicklung und anschließenden Vermarktung. Die Entwicklung vereinfacht erheblich Projektarbeiten, in denen mit verschiedenen Softwareanwendungen gemeinsame Arbeitsobjekte bearbeitet werden.
Strategieberatung Schutzrechte:
Der Geschäftsführer eines Brandenburger Technologieunternehmens nutzt ein bedarfsorientiertes, flexibles Coaching von Brainshell zu seiner Patentstrategie.
Ein in Gründung befindliches Brandenburger Unternehmen für Lernsoftware wurde von Brainshell in seiner Schutzrechtsstrategie beraten. Ein wesentlicher Aspekt war dabei die Berücksichtigung der kommenden europäischen Richtlinie für Softwarepatente (sog. „computer-implementierte Erfindungen“).
Evaluierung von Patentportfolios:
Im Auftrag einer Berliner Anwaltskanzlei evaluierte Brainshell das Patentportfolio eines insolvent gegangenen Unternehmens aus dem Bereich Biotechnologie. Das Verwertungspotenzial wurde dabei sowohl hinsichtlich der Bestandssicherheit der einzelnen Patente als auch der Verwertbarkeit in Form von Lizenzen oder Veräußerungen untersucht.
Für eine Brandenburger Kapitalbeteiligungsgesellschaft evaluierte Brainshell im Vorfeld einer Finanzierungsrunde für ein Produktionsunternehmens dessen Patentportfolio hinsichtlich seiner defensiven Wirkungen gegenüber Wettbewerbern.
